Hochleistungsteams entwickeln – Perspektiven und Methoden

28.7.2019 von Silke Krischke

Teamdynamiken fordern Führungskräfte heraus und führen zu Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit des Teams. In einer Zeit, in der hierarchische Strukturen hinterfragt und die Selbstorganisation von Teams gefördert wird, ist das Verständnis für die Team- und Bereichsentwicklung sowie ein konstruktiver und kooperativer Umgang mit den Teamdynamiken ein wesentlicher Faktor für eine erfolgreiche Organisationsentwicklung.

Bei meiner Arbeit erlebe ich häufig, dass in Teams Rollen und Verantwortlichkeiten unklar sind. Vielfach fehlen Rahmenbedingungen, die Raum für Klärungen und kollegialen Austausch bieten. Wieviel schwieriger stellt sich dies in interdisziplinär zusammengesetzten (Projekt-)Teams oder sich selbstorganisierenden Teams dar, wenn die Steuerung des Teams durch eine „autorisierte Führungskraft“ unklar ist oder fehlt, oder die verantwortliche Person nicht über ausreichende Kompetenzen zur Regelung der Verantwortungen verfügt?

Die Teamentwicklung erfordert in der Führungsarbeit eine hohe Aufmerksamkeit. Am isb Wiesloch wurde deshalb ein Perspektivenmodell entwickelt, welches sich eignet, Teams in unterschiedlichen Dimensionen zu verstehen:

Nur durch ein gutes Zusammenspiel dieser Perspektiven lassen sich Hochleistungsteams verwirklichen. Hierzu ist es sinnvoll, diese drei Dimensionen bewusst zur Gestaltung und Entwicklung zu nutzen. Die folgenden Werkzeuge liefern eine Auswahl beispielhafter Elemente, wie dies gelingt.

Gestaltung von Rollen und Beziehungen

Wie gestalten Personen Beziehungen, Rollen und Verantwortungen im Team? Um diese Perspektive näher zu beleuchten, lohnt sich zunächst der Blick auf die Definition einer Rolle: „Eine Rolle ist die pauschale dauerhafte Delegation eines Entscheidungsbereiches an eine bestimmte Person.“(1) Eine Rolle umfasst somit definierte Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche für einen bestimmten und abgegrenzten Bereich.

Wenn nun in Teams Rollen definiert werden sollen, ist es wichtig, die Aufgaben und Zuständigkeiten des Rolleninhabers transparent zu beschreiben:

  • Wie heißt die Rolle?
  • Welche Aufgaben, Zuständigkeiten und Verantwortungen umfasst sie?
  • Wer ist der aktuelle Rolleninhaber?

Nur wenn diese Informationen einfach, aktuell und für jeden zugänglich sind, lassen sich Konflikte, Missverständnisse und Unsicherheiten reduzieren.

Mit der Etablierung von Reflexionsprozessen in Form von situativem Feedback, Retrospektiven, Coachings, Gesprächen oder von Reflecting Teams schaffen Sie einen vertraulichen Rahmen für den Aufbau und die Pflege von Beziehungen im Team. Reflexionen sind die Grundlage von Lernen und Weiterentwicklung, denn regelmäßige Rückmeldungen von außen sind Impulse, um Handlungen zu überprüfen und an sich verändernde Rahmenbedingungen anzupassen.

Regelung von Aufgaben, Zielen und Leistungen

Was ist der Beitrag des Teams zu den Zielen der Organisation? Woran messen die internen und externen Kunden die Leistungsfähigkeit des Teams? Ein Bedarf zur Auftragsklärung findet sich in selbstorganisierten wie auch traditionell geführten Organisationen. Werkzeuge wie z.B. eine strukturierte Auftragsklärung, Prozessbeschreibungen, Project Canvas oder Leistungslandkarten schaffen Klarheit und ein gemeinsames Verständnis.

Neben Input- und Outputfaktoren enthalten diese Informationen zum Umfeld, zu benötigten Ressourcen in Form von Budgets, terminlichen Vorgaben, Wissen etc. aber auch zu Chancen und Risiken, die sich auf die Zielerreichung auswirken können.

Steuerung durch Führung und Kooperation

Dieser Perspektive kommt besonders in Zeiten des Wandels eine wichtige Bedeutung zu. Wenn Optimierungen aus einer der beiden anderen Perspektiven resultieren, müssen die Auswirkungen berücksichtigt und auf die Zusammenarbeit des Teams ausgerichtet sein. „Unter Steuerung verstehen wir alle Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse, die dazu notwendig sind, eine schlüssige Idee erfolgreich umsetzen zu können.“(2) Es geht hierbei darum, Verantwortung zu gestalten und zu steuern. Neben der Verantwortung für Vorgaben, Strukturen, Prozesse und deren Umsetzung geht es auch um die Verantwortung für die Zusammenarbeit der Beteiligten. Eine gute Kooperation wird dann erreicht, wenn sich die Beteiligten aus gemeinsamem Interesse und Lust am Zusammenspiel wechselseitig in ihrer Rolle gut aufeinander beziehen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Kommunikationsprozesse sind Werkzeuge, die die Aktivitäten dieser Perspektive stützen. Mit Hilfe von Moderation, kollegialem Feedback, wertschätzender Haltung, Konfliktlösungskompetenzen und Lernbegleitung entsteht Wachstum, Weiterentwicklung und erfolgreiche Kooperation.

Die stetigen und dynamischen Veränderungen bedingen eine kontinuierliche Reflexion und Weiterentwicklung. Offenheit, Vertrauen und Kooperation schaffen Rahmenbedingungen für Lernen, Kreativität und Wachstum.

Wollen Sie Ihr Team weiter entwickeln? Lassen Sie uns in Kontakt treten und herausfinden, welches die für Sie und für Ihr Team geeigneten Maßnahmen zur Entwicklung sind, damit Sie heute und in Zukunft Höchstleistungen erbringen.

(1) Bernd Oesterreich, Claudia Schröder (2017): Das kollegial geführte Unternehmen
(2) Bernd Schmid, Arnold Messmer (isb): Perspektiven von Teamentwicklung

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Mobil +49 1523 1748611
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